Langsame BrowserWer unterwegs im Internet surft, möchte schnell und ohne Umwege an Informationen gelangen. Aus diesem Grund hat CHIP Online die Surfgeschwindigkeit von Smartphones unter die Lupe genommen. Das überraschende Ergebnis: Handys mit dem besten Datendurchsatz können noch lange nicht am schnellsten surfen.

Für den Test wurde Nash Technologies als Messpartner gewonnen und man konnte auf deren 25 Quadratkilometer großes UMTS-Live-Netzwerk zurückgreifen. Am Vergleich nahmen folgende Smartphones Teil:

  • Nokia N97
  • Nokia N900
  • Samsung I8910 HD
  • Apple iPhone 3GS
  • Palm Pre
  • HTC Hero
  • Motorola Milestone

Die Ergebnisse überraschen selbst Handy-Experten: Die UMTS-Geschwindigkeit spielt beim Surfen nur eine untergeordnete Rolle. Grund: Die Browser der Smartphones sind einfach zu langsam. Chefredakteur Christian Riedel erklärt: “Das Darstellen einer komplexen Webseite auf einem Handy dauerte in einem Fall knapp dreißig Mal so lange wie auf einem Notebook mit identischer UMTS-Verbindung. So macht mobiles Surfen natürlich keinen Spaß. Die Handy-Browser müssen deutlich leistungsfähiger werden, damit die Nutzer auch anspruchsvolle Websites problemlos und komfortabel betrachten können.”

Zudem entlarvte der Test die Werbeaussagen der Hersteller zu den UMTS-Geschwindigkeiten als deutlich übertrieben: Apple etwa bewirbt sein iPhone 3GS zwar mit einer nominellen Download-Datenrate von 7,2 MBit/s, im Test reichte es selbst unter optimalen Bedingungen allerdings gerade mal für 3,3 MBit/s. Der flotte Safari-Browser des Handys macht diese Schwäche allerdings mehr als wieder wett.

Den kompletten Test gibt es bei chip.de.